Weg mit dem Dreck!

Liebe Leser, meine Liebste und ich haben am Wochenende beschlossen, so weit wie möglich auf Verpackungsmüll zu verzichten. Das bedeutet nicht, das wir unsere Verpackungen bei dem Einzelhändler lassen, sondern sie selber von zu Hause mitnehmen.

Ich weiß nicht genau was es war, was uns zu diesem Entschluss gebracht hat, die Berichte über weltweiten Sammlungen von Kunststoffen aus der „modernen“ Welt, die sich im Ozean wiederfinden, Tiere sterben lassen und richtige Katastrophen heraufbeschwören, oder unsere Mülltonne die alle 6 Wochen geleert wird und bis zum Deckel voll ist (wir sind ein 4-5 Personenhaushalt plus zwei Vierbeiner). Vielleicht aber war es auch das Ergebnis einer österreichischen Wissenschaftlerin, welche herausgefunden hat, das sich doch einiges an Plastikteilchen in unserem Stuhl wiederfindet. Da erinnerte ich mich an meinen Blogeintrag über die Köchin, welche nicht auf ihre Holzkochlöffel verzichten wollte und das ist auch einer der Antworten die die Wissenschaftlerin gegeben hat auf die Frage woher der Kunststoff stammt, Kunststoffbretter, die gar nicht so hygienisch sind und Kochlöffeln die kleine Teile verlieren während des Kochens und vieles mehr.

Also ran an die Tasten und Alternativen gesucht. Da wir sehr aufwendig kochen, ist es gar nicht so einfach unsere Zutaten im offenen Zustand zu finden. Wenn man sich in vielen Geschäften umsieht, sieht man Plastik überall, vom Sackerl fürs Obst und Gemüse bis zu den in Folien verschweißten Lebensmittel. Aber selbst wenn man mit seinem  unverpackten Gemüse zur Kassa wandert, welches nicht in einem Plastiksack zusammengefasst ist, bekommt man einen schiefen Blick von der Kassiererin. Jedoch in einem anderen Lebensmittelgeschäft ist man wiederum darauf vorbereitet, so scheint es, weil es eine Selbstverständlichkeit ist, wenn man sein eigenes Geschirr für den Käse mitbringt. Ach ja, falls ich es noch nicht erwähnt habe, wir sind Vegetarier auf dem Weg zu Veganern, wenn wir alle Inhaltsstoffe die wir brauchen durch rein pflanzliche Lebensmittel decken und auf den Käse, welcher wegen seiner unwiderstehlich säurebildender Art schon stark reduziert ist auf unserem Menüplan, verzichten können.

Jetzt kommt noch leicht behindernd dazu, dass wir am Land leben, komisch oder? Wo doch genau dort das Gemüse wächst, denkt  man zumindest, tut es auch, man muss nur jemanden finden, der es auch ohne Plastik verkauft (gefunden!). Denn das passiert eher in den Ballungszentren, wo es schon genug von solchen „Pionieren“ gibt, um dafür ein Geschäft zu gründen und davon leben zu können. Aber soweit wohnen wir ja von Wien nicht weg. Ach ja Wien, Naschmarkt da wandeln wir als nächstes hin, es ist immer ein Erlebnis zwischen den Gewürzen und Falaffeln auch Obst zu finden, welches man nich nicht kennt (natürlich nicht am gleichen Stand. Immer voll bepackt mit Schüsselchen und Leinensackerl damit auch vieles davon den Heimweg findet, den letzten.

Unsere Erlebnisse dazu werde ich sicher in einem extra Beitrag zusammenfassen, momentan bin ich wieder überrascht, mit welchem Einsatz und Eifer meine Herzallerliebste das organisiert und recherchiert. Es macht Spaß der Verpackungsindustrie den Kampf anzusagen um, so meine Ansicht, den richtigen Weg einzuschlagen.

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